„Weniger defensiv formulieren“

Die Vollsperrung der Straße „In den Wiesen“ hat kürzlich in Bubenheim etliche Autofahrer Nerven gekostet. Ein Leser hat Kritik an den Verkehrsbeziehungen geübt.

Leserbrief von Ursula Mogg, Koblenz

Sehr korrekt stellt der Schreiber des Leserbriefs die Verkehrsbelastung in Koblenz-Bubenheim dar, die durch die Realisierung der sogenannten Nordtangente noch weiter steigen wird. Es gibt Zeiten, in denen die Anwohner ihre Grundstücke wegen der Verkehrslage nicht verlassen können. Die Forderung nach der Fortführung der L 127 vom Globus-Kreisel in Richtung Mülheim-Kärlich allerdings sollte etwas weniger defensiv formuliert werden.

Die schnelle Realisierung ist – insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten Gewerbegebiets an der ehemaligen Hundeschule der Bundeswehr – dringend geboten. Zur Wahrheit rund um die Verkehrssituation in Bubenheim gehört auch, dass mit der Fertigstellung der Nordtangente die bestehenden Fußgänger- und Radwegebeziehungen zerstört wurden, ohne dass bisher neue geschaffen wurden und es nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, den Fahrradweg an der Trierer Straße zu erreichen. Der Stadtrat hatte sich schon vor vier Jahren auf Antrag zweier Fraktionen kritisch mit dem Planungsmangel in Bezug auf Fußgänger- und Fahrradfahrer an der Nordtangente beschäftigt (17. September 2015). Zu sehen sind allerdings im Moment nur viele neue Verbotsschilder für Fußgänger und Fahrradfahrer. Auch hier muss schnell Abhilfe geschaffen werden, unter anderem weil die kürzlich vom Stadtrat verabschiedeten 33 Punkte zur Klimaverbesserung unter Punkt sechs festhalten, dass mehr Leute Rad fahren sollen: bis 2030 nahezu doppelt so viele (16 Prozent). Es wäre mehr als hilfreich, wenn zeitnah darüber unterrichtet wird, wie es für die Bürgerinnen und Bürger in Bubenheim im wohlverstandenen Interesse von Verkehrs- und Lärmreduzierung in den Wohnbereichen in Zeiten des erkannten Handlungsbedarfs zum Klimawandel weitergehen kann, inklusive der Information zu einer schnellen Umsetzung.

Rhein Zeitung – 08.11.2019

1 Kommentar zu "„Weniger defensiv formulieren“"

  1. Michael Berger - Mitglied der F/B/G und Beisitzer im Ortsbeirat Bubenheim | 11. November 2019 um 9:47 | Antworten

    Hallo Frau Mogg, Ihre Ausführungen treffen es auf den Punkt. Es werden 12 Mio € ausgeben und dabei vorhandene Wirtschafts- und Fahrradwege zerschnitten. Man kann zwar aktuell erkennnen wie rund um die neue Weinacker-Kreuzung die neuen Wirtschafts- und Fahrradwege gedacht sind, aber die Nordentlastung wird erst mit dem Bau der Fußgänger- und Fahrrad-Brücke „Anwendspfad“ komplett sein (2020?).
    Die für Bubenheim so wichtige Ortskernentlastung L127/Globuskreisel/“IKEA“-Kreuzung ist aufgrund einer Planungs-Aktualisierung auf das UTM-Verfahren leider nicht vor 2021 in Sicht.
    Der Ortsbeirat Bubenheim hat auf seiner Sitzung am 6.11.2019 folgende Stellungnahme zu der Haushaltsposition verabschiedet (auch nachlesbar im Bürgerinformationssystem der Stadt Koblenz – Gremien):
    P661051 „Ortskernentlastung Bubenheim“ – Zustimmung einstimmig
    Der Ortsbeirat fordert die Stadtverwaltung auf, den Lückenschluss der L 127 neu vor dem
    Satzungsbeschluss ausführungsreif geplant zu haben und vor Beginn der Erschließungsmaßnahmen im Bebauungsplan 329 mit der Baumaßnahme der L 127 begonnen zu haben.

    Wir Boomer müssen hier mit vereinten Kräften am Ball bleiben!

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