Bubenheim bekommt seine Ortskernentlastungsstraße
Bubenheim hat lange auf diesen Tag gewartet. Mehr als 20 Jahre lang wurde geplant, beraten, nachgebessert und immer wieder nachgehakt. Am Donnerstag, 24. September erfolgte nun endlich der Spatenstich für die Weiterführung der Ortskernentlastungsstraße. Gemeinsam mit Staatssekretär Markus Wolf, LBM-Geschäftsbereichsleiter Marc Rauhut, Oberbürgermeister David Langner, Baudezernent Prof. Andreas Lukas sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und beteiligten Einrichtungen wurde der Beginn der Bauarbeiten offiziell eingeläutet.
Für den Ortsbeirat Bubenheim ist dieser Spatenstich weit mehr als ein offizieller Termin. Er ist das sichtbare Ergebnis einer langen und mitunter mühsamen kommunalpolitischen Arbeit. Die planerischen Grundlagen wurden bereits mit dem Bebauungsplan Nr. 159 geschaffen, der im Jahr 2005 Rechtskraft erlangte. Im Zuge der Ansiedlung des Globus-Marktes wurde 2014 ein erster Teil der Entlastungsstraße gebaut. Seitdem endete der vierte Ast des Kreisverkehrs im Nichts – und erinnerte zugleich daran, dass hier noch etwas fehlte. Der Ortsbeirat hat die notwendige Weiterführung deshalb über all die Jahre nicht aus den Augen verloren. Er hat nachgefragt, erinnert, auf die zunehmende Verkehrsbelastung hingewiesen und das Vorhaben in den politischen Beratungen immer wieder auf die Tagesordnung gebracht.
„Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass es schneller geht. Aber große Vorhaben brauchen manchmal einen langen Atem. Entscheidend ist, dass man nicht lockerlässt. Der Spatenstich zeigt: Beharrlichkeit kann etwas bewegen.“ Die neue Straße wird etwa einen Kilometer lang sein. Sie beginnt am Kreisverkehr beim Globus-Markt, verläuft in westlicher Richtung parallel zu den Hochspannungsleitungen und mündet kurz vor der Überführung über die A 48 wieder in die L 127. Nach den Verkehrsprognosen kann die neue Verbindung den Durchgangsverkehr in Bubenheim um bis zu 47 Prozent reduzieren. Das wären täglich bis zu 1.450 Fahrzeuge, die künftig nicht mehr durch die Weißenthurmer Straße und die Malter Straße fahren müssten.
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Hinter diesen Zahlen steht für den Ortsbeirat vor allem eines: eine spürbare Verbesserung für die Menschen, die an den stark belasteten Straßen leben. Weniger Verkehr bedeutet weniger Lärm und Abgase, mehr Sicherheit und ein Stück Lebensqualität, das Bubenheim seit vielen Jahren versprochen ist. Auch der geplante Geh- und Radweg sowie die naturnahe Entwässerung werden ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig verbessert die neue Straße die Anbindung des Gewerbegebiets. Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit etwa 1,6 Millionen Euro. Weitere 720.000 Euro stellt der Bund für den kombinierten Geh- und Radweg zur Verfügung. Die Bauzeit soll rund ein Jahr betragen.
Der Ortsbeirat dankt allen, die das Projekt über die Jahre unterstützt, geplant und vorangebracht haben. Ein solches Vorhaben gelingt nur, wenn viele Beteiligte gemeinsam an einem Ziel festhalten. Für den Ortsbeirat bleibt der Spatenstich deshalb vor allem ein Zeichen dafür, dass kommunalpolitische Arbeit auch dann sinnvoll ist, wenn Erfolge nicht sofort sichtbar werden. Manchmal dauert es mehr als 20 Jahre, bis aus einer Planung eine Straße wird. Aber manchmal lohnt es sich eben, hartnäckig zu bleiben.
Walter Baum, Stellv. Ortsvorsteher und Ortsbeirat Koblenz-Bubenheim – 25.09.2026
Fotos Angela und Walter Baum



