Polizei warnt vor gefälschten Zustellinfos
Echt aussehende Benachrichtigungen in Briefkästen eingeworfen
Derzeit kursieren in den sogenannten sozialen Netzwerken Hinweise auf gefälschte Zustellbenachrichtigungen. Auch bei der Polizei gingen entsprechende Mitteilungen ein. Die Täter platzieren täuschend echte aussehende Benachrichtigungen von Zustellunternehmen an oder in Briefkästen, die suggerieren, dass eine Sendung nicht zugestellt werden konnte. Über einen QR-Code könne man dann angeblich einen neuen Termin vereinbaren.
Tatsächlich gelangt man auf eine seriös erscheinende jedoch gefakte Seite, auf der man seine persönlichen Daten oder auch Zahlungsinformationen eintragen kann. Die Polizei rät hier zur Vorsicht. In der Regel kann man bei den üblichen Unternehmen über die Sendungsverfolgung herausfinden, in welchem Status sich die Sendung befindet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit verschiedenen Unternehmen einen ausgesuchten Ablageort oder die Übergabe bei Nachbarn zu vereinbaren.
Die Nennung personenbezogener Daten einschließlich Kontoinformationen dürfte in keinem Fall erforderlich sein. Im Zweifelsfall sollte man mit dem Absender oder der Zustellfirma persönlich oder telefonisch in Kontakt treten. Für Fragen stehen die polizeilichen oder kommunalen Kriminalpräventionsstellen zur Verfügung.
EVM warnt vor Betrügern an der Tür
Kontoverbindungen, Zählerdaten und mehr sollen ausgespäht werden
Die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) erhält seit einigen Tagen vermehrt Hinweise auf Personen, die sich an der Haustür als Mitarbeitende des Unternehmens ausgeben, um beispielsweise Zugang zu Zählern zu bekommen. In anderen Fällen wird behauptet, man müsse die Energieverträge überprüfen, um festzustellen, ob diese noch aktuell seien. Aufgefallen ist dies zum Beispiel in Neuhäusel. Die Polizeidienststelle Montabaur wurde von wachsamen Kunden eingeschaltet. Auch in Koblenz und in Niederzissen seien solche Beobachtungen gemacht worden, teilt der Energieversorger mit. Ziel dabei sei nach den Erfahrungen der EVM immer der Datenklau. „Schon mit wenigen Daten wie der Zählernummer und einem Zählerstand können Betrüger so einiges anrichten – bis hin zum Lieferantenwechsel“, informiert EVM-Sprecher Marcelo Peerenboom und fügt an: „Wir haben auch schon erlebt, dass falsche Behauptungen über die EVM verwendet werden, um Unterschriften unter neue Strom- oder Gasverträge zu erhalten.“
Die EVM bittet daher alle Menschen in der Region, vorsichtig zu sein und betont: Alle Mitarbeiter des Unternehmens führen einen Dienstausweis mit sich. Zudem kann die Identität der Mitarbeiter beim Kundenservice unter Tel. 0261/40211111 verifiziertwerden.
Redaktion unser-ruebenach – 30.01.2026
