Asoziales Verhalten der Autofahrer

Ein Vorfall vom 25. Oktober gegen 07.35 Uhr macht mich mal wieder richtig wütend und irgendwie auch fassungslos. Eine Autofahrerin (selbst mit einem Kind im Wagen!!) brettert aus Richtung Mülheim-Kärlich kommend durch die Weißenthurmer Straße und kommt mit völlig unangepasster Geschwindigkeit auf der Kreuzung in Ortsmitte mittels einer Vollbremsung zum Stehen … weil ich durch Handzeichen den Verkehr angehalten habe, um einen kleinen Jungen über die Straße zu lotsen, der verzweifelt versucht, den Schulbus an der Haltestelle „In den Wiesen“ noch zu erreichen. Worauf diese Dame das Fenster herunterkurbelt und mich anschnauzt, ob ich denn nicht auf mein Kind aufpassen könne, hier sei kein Fußgängerweg. So weit, so schlecht!

Nun ist ja hinlänglich bekannt, dass in Bubenheim seit Jahr und Tag eigentlich jeder fährt / rast, wie er gerade will. Aus Richtung Mülheim-Kärlich donnern die Fahrzeuge in den Ort hinein, dass es eine wahre Pracht ist; aus Richtung Rübenach kommend ist es nicht viel anders. Verkehrskontrollen? Fehlanzeige … wenn, dann ein- oder zweimal … jährlich; offizielle Aussage der Polizei: Wir haben auch noch viele andere Stellen in der Stadt, wo wir kontrollieren müssen … Maßnahmen der Verwaltung, beispielsweise Tempo 30? Geht nicht, so die Auskunft. Da wird an dem an der Haltestelle stehende Bus vorbeigefahren, indem über den gegenüberliegenden Gehweg gefahren wird und es ist tatsächlich nur reines Glück, dass in bubenheim noch nichts Schlimmes passiert ist. Wir bekommen immer nur gesagt, was nicht geht … traurige Wahrheit: Solange nichts gravierendes passiert (also wohl mit Personenschäden) werden wir weiter warten müssen. In den letzten Tagen wurden wir darüber informiert, dass sich der Baubeginn für die sog. Nordentlastung weiter verzögert. Da aber die L 127 NEU als einzig mögliche Abhilfe für die katastrophalen Verkehrsverhältnisse in Bubenheim gilt, diese aber erst im Anschluss an die Nordentlastung gebaut wird …

Na ja, wir warten ja erst seit 50 Jahren, oder sind’s schon 57 Jahre …?

Werner Rosenbaum Fraktionssprecher der Freien Bürgergruppe im Ortsbeirat Bubenheim – 25.10.2017

Im Schildchen 21
56070 Koblenz
Tel.: 0261–22262

3 Kommentare zu "Asoziales Verhalten der Autofahrer"

  1. Heinz Werner Heßling | 29. Oktober 2017 um 15:31 | Antworten

    Ich stimme dem Verfasser, Werner R., vollkommen zu, dass das Verhalten der Autofahrer immer unverschämter wird und dadurch für uns Bubenheimer, insbesondere unsere (Schul-)Kinder immer lebensgefährlicher.
    Beispiel 1: Richtig bemerkt, donnert eine nicht geringe Anzahl von Autofahrern am Ortseingang St.-Maternus-Str. aus Richtung Rübenach kommend in unseren Ort hinein. Neulich wurde ich noch 30 Meter vor dem Ortsschild überholt, nur weil dem Autofahrer das Anpassen meiner Geschwindigkeit am Ortseingang nicht passte. Zum Glück konnte ein Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr in der Rechtskurve vermieden werden.
    Wäre es nicht sinnvoll, hier 100 Meter vor dem Ortseingang mit einem Verkehrschild die Geschwindigkeit auf 50km/h zu begrenzen? ( s. Ortseingang Friedhof oder Ortseingang Rübenach!).
    Beispiel 2: Das Befahren des Gehweges ist ebenfalls eine Unsitte geworden. Nicht nur an der Bushaltestelle sondern auch „In den Wiesen“, in der „St.-Maternus-Str.“ (Höhe Lindenbaum)und sogar an unserer Hauptkreuzung, wo wartende Linksabbieger Richtung Mü-Kä von eiligen Rechtsabbiegern – über den Gehweg fahrend – passiert werden.
    An diesen Stellen gehen täglich Schulkinder von ihrem Zuhause zum Schulbus und umgekehrt!!
    Ein hoher Bordstein, wie in der Malterstraße, hält die Autofahrer ab!
    Beispiel 3: Regelmäßig jeden Sonntag zwischen 11:30 und 12:30 Uhr parken die Besucher der „Rumänisch-Orthodoxen-Kirche“ mit ihren Pkw rechts und links der Straße, teilweise halb aber auch teilweise voll auf den Gehwegen. Ein Passieren für Fußgänger, insbesondere mit Kinderwagen ist nur über die befahrene Straße möglich.

  2. Auch Busse und LKW fahren gern sehr zügig durch Bubenheim. Bremsen bei Gegenverkehr geht nicht, ausweichen auf den Bürgersteig schon. Bei teilweise sehr schmalen Bürgersteigen wie in einem Teil der Weißenthurmer Straße ist das für einen Erwachsenen schon eine Zumutung, wie mögen es erst Kinder empfinden? Ein Ansatz könnte sein mit „richtigen“ Zebrastreifen die Geschwindigkeit zu reduzieren, z.B. am Friedhof und an der Kreuzung mitten im Ort? Eine Querungshilfe wie „In den Wiesen“ zeigt leider, dass viele Autofahrer eine solche Einrichtung ignorieren. Lieber gibt man schnell noch einmal Gas, damit der Gegenverkehr nicht als erster durch die Engstelle fährt.

  3. Ich kann den Vorkommentaren nur beiflichten…warum wird von Seiten der Verantwortlichen der Stadt Koblenz nicht mal gehandelt bevor etwas passiert? Mit gesundem Menschenverstand kann man das nicht nachvollziehen…vielleicht sollten wir eine Unterschriftenaktion starten..oder jede Woche eine Anordnung aus Bubenheim zum OB schicken und das Problem immer und immer wieder vorbringen…denn steter Tropfen höhlt den Stein…vielleicht erwachen die Stadtväter dann mal aus ihrem Dornröschenschlaf…also ich bin dabei 😉
    Conny Mai

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