Stadtverwaltung antwortet zu Unwetter Auswirkungen in Bubenheim

Ist Bubenheim genügend vor Unwetter Auswirkungen geschützt?

Diese Frage stellte FBG-Ratsmitglied Walter Baum in einem Antrag an den Koblenzer Stadtrat. (Siehe auch Bericht vom 03.06.2016 auf mein-bubenheim.de) Nachfolgend die Antworten der Verwaltung.

Welche aktuellen Maßnahmen werden seitens der Verwaltung unternommen, um eine Katastrophe wie 1932 möglichst zu vermeiden?

Zum Schutz der Ortslage Bubenheim ist eine Hochwasserentlastungsanlage geplant. Die Entlastungsanlage soll die Abflüsse im Bubenheimer Bach in der Ortslage auf eine  schadlose Ableitungsmenge drosseln. Der Ortsbeirat sowie der Fachbereichsausschuss sind über den Umfang und Inhalt der Planung bereits informiert. Das Vorhaben liegt gegenwärtig der SGD Nord, Koblenz, zur Genehmigung vor. Mit dem Bau soll zeitnah nach Rechtskraft des Planfeststellungsbescheides und getätigtem Grunderwerb begonnen werden.

Wer überprüft die Funktionsfähigkeit des Rückhaltebeckens an der Zilse Mühle am Bubenheimer Bach?

Das Rückhaltebecken Zilse Mühle wird im Dienstleistungsauftrag des Tiefbauamtes vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung unterhalten und betrieben. In regelmäßigen Zeitabständen finden zusätzliche Begehungen mit der SGD Nord statt. In 2011 fand zudem eine Sicherheitsüberprüfung des Rückhaltebeckens statt. Gibt es ein Monitoring über den Wasserstand im Becken? Eine kontinuierliche Aufzeichnung der Wasserstände/Füllstände existiert nicht. Bisher ist es lediglich zu einem Teileinstau der Beckenanlage gekommen. Ein Volleinstau war in Vergangenheit noch nicht zu verzeichnen. Lediglich zur Bauabnahme fand in den siebziger Jahren eine Beckenvollfüllung statt.

Wie schnell können die Schieber des Überlaufs verändert werden, um eine höhere Aufnahmekapazität zu gewährleisten?

Der Schieber am Rückhaltebecken drosselt die Weiterleitungsmenge zum Bubenheimer Bach. Die Weiterleitungsmenge ist auf eine Menge von 800 l/s festgelegt und begrenzt. Mit der bestehenden Festeinstellung werden die Abflüsse unterhalb des Beckens kontrolliert weitergegeben. Eine ereignisabhängige Veränderung der Schiebereinstellung ist nicht möglich. Ende 2008 fand zuletzt eine Verringerung des Öffnungsquerschnittes statt.

Gibt es seitens der Einleitstelle Szenarien, um auf mögliche Situationen nach Überschwemmungen in Stadtteilen zu reagieren, die eigentlich nicht von Überschwemmungen wie die Flussstadteile betroffen sind?

Innerhalb des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz ist ein Alarm- und Einsatzplan für Unwetterereignisse vorhanden, welcher die notwendigen Einsatzmaßnahmen je nach Bedarfsfall berücksichtigt. Dieser enthält jedoch keine spezifischen Maßnahmen für die jeweiligen Stadtteile. Grundsätzlich gilt es hierbei zu beachten, dass jede Einsatzlage bzw. Szenarien geänderte Rahmenparameter beinhaltet. Eine gleichgelagerte Einsatzsituation mit den äußeren Rahmenbedingungen liegt erfahrungsgemäß nie vor. Insofern können in der Einsatzvorplanung nur die Einsatzgrundsätze ermittelt werden und diese in den Alarmplänen in Form von Checklisten Berücksichtigung finden. Bei Überlauf des Regenrückhaltebeckens wird seitens der Integrierten Leitstelle unverzüglich die Stadtentwässerung alarmiert.

Walter Baum – 21.06.2016

 

1 Kommentar zu "Stadtverwaltung antwortet zu Unwetter Auswirkungen in Bubenheim"

  1. Die Beantwortung widerspricht sich.
    Unter der Frage: Wer überprüft die Funktionsfähigkeit…. wird ausgeführt, dass eine kontinuierliche Aufzeichnung der Wasserstände nicht existiert!
    In der letzten Frage wird dann geantwortet: Bei Überlauf des Regenrückhaltebeckens wird seitens der Integrierten Leitstelle unverzüglich die Stadtentwässerung alarmiert.
    Vielen Dank, wenn erst dann der Mitarbeiter aus dem Bett geholt wird. Der Ort wird dann überflutet und die freiwillige Feuerwehr muss wieder Sofortmaßnahmen treffen, wenn diese beim Überlaufen dann überhaupt noch möglich sind.
    Also genauer gesagt, die Stadtentwässerung müsste viel früher verständigt werden. Aber wie soll es gehen, wenn man keine Daten dafür hat.
    Unglaublich, wie man mit so einer Sache umgeht.
    Ein Messeinrichtung mit automatischer Alarmierung müsste man einbauen und die Schieber sollten sich auch aus der Ferne bedienen lassen. In diesem Fall wäre auch ein weiteres Abschlagsbauwerk und 1,5 km lange Abwasserleitung nicht erforderlich. Techniker und Haushälter sollten sich nochmal zusammensetzen. Die Maßnahme könnte wahrscheinlich auch mit 90 % Landeesförderung durchgeführt werden. Man muss es nur wollen.

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